Was geht mich die psychische Gesundheit meiner Mitarbeiter an? Sehr viel!

Sich darum zu kümmern, ist natürlich in allererster Linie eine menschliche Verantwortung. Aber es ist auch ein riesiger wirtschaftlicher Gewinn und ein echter Wettbewerbsvorteil.

Obwohl Studien, wie die des Instituts für Führung und Personalmanagement der Uni St. Gallen („Gesunde Führung“, 2018), eindeutig zeigen, dass psychisch gesunde Mitarbeiter für bessere Ergebnisse sorgen, beschäftigt sich nur ca. 1/5 aller deutschen Unternehmen ernsthaft mit dem Thema. Und selbst dort bleibt es oft bei vereinzelten und oberflächlichen Maßnahmen. Manche halten einen Obstkorb und kostenloses Wasser für echte Gesundheitsmaßnahmen.

Hier lassen die Unternehmen unglaublich viel Potential liegen! Denn die Studie der Uni St. Gallen  stellt fest: Psychisch gesunde Mitarbeiter fühlen sich wohler (+30%), sind engagierter (+15%), kündigen seltener (-75%) und tragen zu besserer Unternehmensleistung (+15%) bei als psychisch belastete Mitarbeiter.

Wie kann das sein? Dass psychisch gesündere Mitarbeiter mehr leisten und dem Unternehmen eher treu bleiben, sollte doch jedem einleuchten? Das größte Problem liegt darin, dass viele Unternehmen ganz einfach nicht wissen, wie effektive Präventionsmaßnahmen aussehen und lieber in kurzfristige Maßnahmen investieren, die das nächste Quartalsergebnis besser aussehen lassen.

Eines ist die Förderung der psychischen Gesundheit von Mitarbeitern aber mit Sicherheit nicht: Eine schnelle Lösung. Sie erfordert ein langfristiges Commitment und manchmal sogar einen kompletten Wandel der Team- oder Firmenkultur. Das Thema muss ernst genommen und vorgelebt werden.

Denn die Studie der Uni St. Gallen kommt zu zwei weiteren wichtigen Ergebnissen. Erstens:

Geschäftsführer und Führungskräfte die gesund leben, haben auch gesündere Mitarbeiter. Und zweitens: Aufeinander aufbauende, langfristige Maßnahmen sind mehr als doppelt so effektiv wie eine gleiche Anzahl loser Maßnahmen.

Was also tun?

Zu allererst müssen die Führungskräfte erkennen, dass sie eine Teilverantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter tragen. Niemand legt seine Gesundheitsthemen an der Eingangstür ab und jeder wird von seinem beruflichen Umfeld, in dem er einen beträchtlichen Teil seiner Lebenszeit verbringt, beeinflusst. Dabei spielen sowohl die Vorbildfunktion als auch das Verhalten gegenüber den Mitarbeitern eine Rolle. Zu allererst sollten Führungskräfte natürlich selbst gesund leben.

Nur wer die eigene Work-Life-Balance wahrt, kann das auch von Mitarbeitern erwarten. Nur wer selbst offen und ehrlich kommuniziert, kann erwarten, dass Mitarbeiter auf diese Weise miteinander reden und Konflikte lösen. Und nur wer selbst durch klare Werte und Ziele motiviert ist, kann Mitarbeiter inspirieren, mitzuziehen.

Besonders gut funktioniert Motivation durch Führungskräfte übrigens, wenn diese selbst motiviert sind und den Mitarbeitern wertschätzendes Feedback geben. Wertschätzend heißt nicht, dass nur gelobt wird. Sondern auch, dass bei Fehlern und Misserfolgen konstruktive Verbesserungsvorschläge gemacht werden. Ein weiterer Punkt, der entscheidenden Einfluss auf die psychische Gesundheit hat, ist das Maß an Selbstständigkeit, das den Mitarbeitern gewährt wird. Denn nur so entwickeln sich Selbstbewusstsein und ein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das Gefühl, ein Problem selbst, statt nur durch Anleitung des Vorgesetzten, gelöst zu haben, ist ungemein wertvoll.

Bei Weiterbildungsmaßnahmen zu Themen wie Stressmanagement, Achtsamkeit, Kommunikation oder Motivation und Werten ist vor allem darauf zu achten, dass sie miteinander verzahnt sind. Denn ein einzelner Gesundheitstag oder Workshop bleibt nie mehr als nur eine Initialzündung. Sie können zwar sehr motivierend und unterhaltsam sein, bringen aber alleine keine langfristige Veränderung.

Genau wie jede andere Fähigkeit muss gesund leben und führen regelmäßig geübt werden. Fünf aufeinander aufbauende Workshops bringen selbstverständlich mehr als Anfängerworkshops zu fünf verschiedenen Themen.

Zu einem weiteren wichtigen Fazit kommt die Studie der Uni St. Gallen: Eine ganz besonders große Rolle kommt der Regeneration nach anstrengenden Phasen von intensiver Arbeit oder großem Wandel zu. Unternehmen, die diese zulassen und so der „Beschleunigungsfalle“ entkommen, haben 29% gesündere Mitarbeiter und leisten 9% mehr. Ein gewaltiger Unterschied!

„Die Beschleunigungsfalle beschreibt die kollektive Überhitzung eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Unternehmen in der Beschleunigungsfalle überlasten ihre Mitarbeiter mit einem Zuviel an Aufgaben, für die nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, verlieren den Fokus durch fehlende Priorisierung und bewegen sich permanent an der Leistungsgrenze ohne Aussicht auf Regeneration.“

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Reflexion bestehender Projekte und Vorgehensweisen. Unternehmen, die regelmäßig einen Schritt zurücktreten und ihre Vorgehensweisen hinterfragen, leisten 10% mehr als Unternehmen, die nach dem „Machen-wir-so-weil-wir-es-immer-so-gemacht-haben“-Motto arbeiten.

Neben der Verantwortung der Führungskräfte ist aber natürlich jeder Mitarbeiter auch selbst für seine Gesundheit verantwortlich. Sie dürfen sich nicht alleine auf Vorgaben der Führungskräfte und Angebote während der Arbeitszeit verlassen.

Ein Unternehmen kann ideale Bedingungen und gute Vorbilder stellen. Am Ende müssen Mitarbeiter aber ihre Gesundheit auch selbst in die Hand nehmen.

Zusätzlich zu all den bisher genannten Vorteilen ist ein gesund geführtes Unternehmen deutlich attraktiver für Arbeitnehmer. Work-Life-Balance, Auszeiten, Gesundheitsförderung, Wertschätzung und offene Kommunikation werden zu immer wichtigeren Faktoren bei der Wahl des Arbeitgebers. Unternehmen, die diese Dinge bieten können und auch nach außen kommunizieren, werden sich sehr viel leichter tun, die richtigen Mitarbeiter zu finden. All die bereits genannten Vorteile von gesunder Führung machen auch klar:

Gesundheit & Entspannung im Berufsleben sind kein Luxus und haben nichts mit Faulenzen auf Kosten der Produktivität zu tun. Im Gegenteil, sie sind Voraussetzung für gute Leistungen.

Fazit: Gesund leben und gesund führen sind keine kleinen, praktischen Tools für zwischendurch, sondern Werte, die von der Unternehmensspitze bis in jede Mitarbeiterebene spürbar sein müssen. Das ist ein nicht immer leichter Weg, aber einer, der sich unglaublich lohnt.

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